THE FOUNTAIN OF YOUTH MASK  |  Entstehungsgeschichte

Aus einer Suche wurde eine Idee. Aus einer Idee meine Maske.

Es gibt Produkte, die sucht man jahrelang. Und irgendwann kommt der Moment, in dem man aufhört zu suchen und anfängt, selbst zu denken.

Das Prinzip der plastifizierenden Alginatmaske ist in der professionellen Kosmetik seit Jahrzehnten bekannt und geschätzt. Der Grund liegt in ihrer Funktionsweise: Sie schließt luftdicht ab, öffnet dadurch die Poren und ermöglicht es den Wirkstoffen, die darunter aufgetragen werden, tiefer in die Haut einzudringen. Gleichzeitig penetrieren auch aus der Maske selbst Wirkstoffe – ein doppelter Effekt, der sich in der Behandlung deutlich bemerkbar macht.

Das Problem: Die Produktlinie, mit der ich jahrelang sehr gut gearbeitet hatte, strich diese Masken sukzessive aus dem Sortiment. Der Grund war naheliegend. Viele Kosmetikerinnen, auch international, können plastifizierende Masken selbst nicht glatt auftragen. Ich schon. Und ich wollte sie nicht missen.

Die Suche und ihre ernüchternden Ergebnisse

Also schaute ich mich um. Wirklich intensiv. Was ich auf dem Markt fand, war durchwegs enttäuschend: Konservierungsmittel, Mikroplastik, Farbstoffe, Duftstoffe, Säuren, Stabilisatoren, chemische Zusätze – und kaum Wirkstoffe. War das eine nicht drin, war das andere drin. Irgendein Kompromiss war immer dabei.

Ich habe wirklich nichts gefunden, das meiner Vorstellung entspricht. Also habe ich aufgehört zu suchen.

Zumindest vorerst. Denn bevor aus der Suche eine Entwicklung wurde, brauchte es noch einen unerwarteten Impuls. Und den lieferte ein Date…

Der Satz, der alles veränderte

Es war das dritte Date mit meinem Partner Alex. Ich erzählte ihm, was mich beschäftigte: Die fehlende Maske, das enttäuschende Angebot am Markt und meine Frustration. Er hörte geduldig zu und sagte dann sinngemäß: Er kenne sich damit nicht aus, aber wenn man das nicht kaufen kann, kann man das dann nicht einfach selbst mischen?

Ich sagte nein, natürlich nicht. Wie soll man das denn bitte selbst mischen?

Das reichte. Der Floh war im Ohr.

Alex war zwei Wochen verreist. Ich hatte Zeit und ich nutzte sie, um mich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen als je zuvor.

Das Telefonat, das mir unfreiwillig half

Bei meiner weiteren Recherche stieß ich schließlich auf ein Produkt, das in die richtige Richtung wies. Eine Alge als Basis, ein Konservierungsmittel, Parfum aber sonst kaum Zusätze. Ich freute mich, dass ich ein gutes Produkt gefunden hatte, bis eine Woche vor dem geplanten Lieferdatum das Telefon klingelte.

Eine Vertreterin aus Tirol rief an. Lieferung frühestens Mitte Oktober. Es war Juni. Vier Monate. Ich ließ das kurz sacken. Und dann – bevor ich irgendetwas sagen konnte – fasste sie die Situation mit einer Wortwahl zusammen, die ich in einem geschäftlichem Gespräch so nicht erwartet hatte: Sie wisse, das sei beschissen, aber die Hände seien ihr gebunden. Ich kann nicht sagen, dass sie falsch lag. Ich kann nur sagen, dass ich in diesem Moment sehr laut gelacht habe. Ich habe so laut gelacht, dass vermutlich das ganze Haus mithörte. Es war nicht das Wort, das ich in einem Geschäftsgespräch erwartet hatte, aber es war ehrlich. Mir blieb also nichts anderes übrig, als selbst weiterzudenken.

Das Patent aus den 1980ern

Ich suchte und fand das Originalpatent aus den 1980er Jahren, das beschreibt, wie die Plastifizierung einer solchen Maske grundsätzlich zustande kommt. Was ich darin las, öffnete mir einen neuen Blickwinkel. Überall in der Branche waren Wirkstoffkonzentrationen von ein bis fünf Prozent angegeben. Der Rest waren Zusatzstoffe, die die Stabilität sicherstellen sollten.

Ich fragte mich: Was wäre, wenn man all diese Zusatzstoffe einfach weglässt und durch Wirkstoffe ersetzt, die selbst gelbildend sind?

So kam ich auf etwas, das die Natur längst erfunden hatte: Algen.

Drei Algen. Eine Kombination, die es so nicht gab.

Ich wählte eine Algenkombination, die in dieser Form noch nicht existierte – drei Algen mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften, die sich gegenseitig ergänzen:

Braunalgen: Heimisch in mittelwarmen Gewässern und eine der besten natürlichen Quellen für Feuchtigkeit und Wundheilung. Sie zieht Wasser in die Haut und hält es dort.

Spirulinaalgen: Eine Mikroalge aus sehr warmen Gewässern mit bemerkenswert vielseitiger Wirkung. Sie ist reich an Vitaminen, Mineralien, Nährstoffen, Pflanzenprotein, essentiellen Aminosäuren, Eisen, Zink, Betacarotin, natürliche Antioxidantien, Chlorophyll und Phycocyanin. Spirulina verbessert die Elastizität der Haut und wirkt gegen sichtbare Flecken. Außerdem aktiviert diese Alge die Kollagensynthese sowie die körpereigene Elastinproduktion. Sie unterstützt die Haut bei der Entgiftung und verlangsamt sichtbare Alterungsprozesse.

Kelp Algen: Wächst in den eiskalten Gewässern Islands, waldartig und ungestört. Genau diese rauen Bedingungen machen sie so wertvoll, denn sie gibt der Haut, was sie braucht, um widerstandsfähiger zu werden. Sie ist ein sogenanntes Superfood für die Haut, mit einem hohen Anteil an Nährstoffen, Mineralien und Spurenelementen (insbesondere Jod).

Die genaue Konzentration dieser Kombination bleibt mein Geheimnis. Was ich verraten kann, ist der Moment, der alles entschieden hat.

Nach all den Monaten des Suchens, Lesens, Denkens und Zweifelns war da plötzlich dieses Ergebnis. Keine Korrekturen, kein zweiter Ansatz, kein Kompromiss. Es hat auf Anhieb gepasst.

Was folgte, war kein Zufall, sondern Arbeit. Gemeinsam mit einer professionellen Chemikerin wurde die Zusammensetzung systematisch geprüft, hinterfragt und bestätigt. Erst danach kamen die ersten Kunden in den Genuss der Maske. Und ihre Rückmeldungen bestätigten, was ich in diesem ersten Moment bereits gespürt hatte.

Was diese Maske besonders macht

Keine Zusätze Keine Konservierungsmittel, kein Mikroplastik, keine Farb- oder Duftstoffe, keine Stabilisatoren. Die Liste dessen, was nicht drin ist, ist bewusst lang.

Augenbereich Weil auf chemische Zusätze vollständig verzichtet wird, ist die Maske auch rund um die Augen anwendbar. Das ist in dieser Produktkategorie ungewöhnlich und einer der Gründe für den Preis.

Für alle Hauttypen Keine Ausnahmen und keine Einschränkungen. Die Maske wurde von Anfang an so entwickelt, dass sie jeder verwenden kann.

Wirkstoffsystem Die Maske steht nicht allein. Sie ist Teil eines komplett fettfreien Produktablaufs, den ich selbst entwickelt habe und der besonders dort Wirkung zeigt, wo andere Produkte an ihre Grenzen stoßen: bei unreiner, allergischer, gereizter oder rosazea-geschädigter Haut.

Der bitterste Moment

Kurz nachdem die ersten Kunden die Maske erleben konnten, kam die Handverletzung. Wer meinen Beitrag „Mein schlimmster Chef war ich selbst“ gelesen hat, kennt die Geschichte. Der Schmerz war das eine, die Ungewissheit das andere. Aber das Schwerste war etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt. Die bisherige Krönung meiner Laufbahn, meine eigene Maske, die auch noch funktioniert, und ich konnte sie über ein Jahr lang nicht selbst auftragen.

Vorbei. Und das zählt

Heute rühre ich sie wieder selbst an. Mittlerweile gibt es auch Abwandlungen für speziellere Hautbilder, denn die Haut stellt immer neue Fragen und ich versuche, Antworten zu finden. Der Grund dafür ist derselbe geblieben wie am ersten Tag. Ich wollte jenen Hautbildern helfen, bei denen so vieles scheitert, weil irgendetwas drin ist, das nicht drin sein sollte.

Nicht gefunden, also erfunden! Und  heute bin ich fast froh, dass der Markt keine Antwort hatte, denn sonst hätte ich nie angefangen.

Ihr Mario Goldinger